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Schloss Tirol

Schloss Tirol

Dorf Tirol ist geprägt von seiner Geschichte, gab doch Schloss Tirol dem ganzen Land den Namen. Um das Jahr 1140 nennen sich die Grafen von Vinschgau erstmals Grafen von Tirol. Zwischen 1140 und 1160 wird die Stammburg der Grafen von Tirol erbaut, das bedeutendste Schloss in ganz Tirol. Aus dem Jahre 1149 datiert die erste urkundliche Erwähnung von Dorf Tirol. 1248 gilt als Geburtsjahr des Landes Tirol. Es heißt fortan nicht mehr Land im Gebirge sondern "dominium comitis tyrolis". Im Jahre 1347 wird Schloss Tirol von König Karl von Böhmen belagert. Gräfin Margarethe Maultasch leistete energischen Widerstand, der Böhmenkönig muß erfolglos abziehen.1363 dankt Margarethe Maultasch ab und damit endet die goldene Zeit von SchlossTirol. Die Grafen von Tirol beziehen andere Schlösser, und schließlich wird die Residenz endgültig von Meran nach Innsbruck verlegt. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts beginnt der Verfall von Schloss Tirol. Nur ein Burgwart, ein Burgkaplan und ein Förster lebten hier noch als Schlossherren. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die ganze Nordoststrecke, wo sich die Fürstenzimmer befanden, aus Furcht vor der Brüchigkeit des Moränenhügels, auf dem das Schloss steht, abgetragen. Wahrscheinlich wurde damals auch der Bergfrit zur Hälfte abgetragen und sein Material anderswo verwendet.

Schlossinnenhof

Unter keinem glücklichen Stern standen auch die Restaurierungen 1882 bis 1898 und 1904 bis 1912, bei denen Bergfrit, Palas, der ganze Südtrakt und die Kapelle willkürlich umgeformt wurden. Bei der Annexion Südtirols durch Bayern 1807 wurde Burg Tirol, wohl um die Gefühle der Tiroler zu kränken, für den Betrag von 2000 Florins versteigert.Schließlich erwarb 1816 die Stadt Meran das Schloss und schenkte es später Kaiser Franz I. als gefürstetem Grafen von Tirol. Nach 1919 nahm der italienische Staat Burg Tirol als einstigen habsburgischen Besitz in Verwahrung und übergab sie der Obhut des staatlichen Denkmalamtes, welches um die Erhaltung und die Aufsicht bemüht war und bis 1973 sehr umsichtige Restaurierungen vorgenommen hat um den Gebäudekomplex nach Möglichkeit wieder zu seiner früheren Gestaltzurück zu führen. Dann wurde das Schloss dem Land Südtirol übertragen, welches es als Landesmuseum und für kulturelle Veranstaltungen bis heute nutzt.

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Heute sind vom Gesamtbau am interessantesten der Kern und der Südteil der Burganlage. Das Portal am Vorhof des Palas und jenes am Kapelleneingang sind kräftige und bemerkenswerte Äußerungen genialer lokaler Kunst aus dem romanischen Geist des 12. Jahrhunderts. Diese beiden Marmorportale, reich gegliedert und mit zahlreichen symbolischen Skulpturen ausgestattet, gehören zu den orginellsten Schöpfungen
romanischer Kunst in Tirol.

Der große Saal, indem man durch die Vorhalle, eine offene Loggia mit Freitreppe und das erste Portal eintritt, hat gegen Norden und Süden je eine Reihe gekuppelter Rundbogenfenster, sowie gegen Westen ein dreiteiliges erst kürzlich wieder hergestelltes Fenster. Durch das zweite reichgezierte Marmorportal tritt man in die doppelgeschossige Kapelle. Die Kapelle, mit Rundapsis, hat vier Altäre, Marmorskulpturen, zahlreiche Wandmalereien und eine mächtige Kreuzigungsgruppe, die Kopie eines verschollenen Originals des 14. Jahrhunderts. Eine Legende erzählt, dass immer beim Tod des Schlossherrn ein Stück dieser Holzskulptur verlorengeht. Man erreicht die Burg auf dem Fussweg durch das Knappenloch in ca. 20 min.


Schloss Tirol, Dr.Sigfried de Rachewiltz
Tel: 0473 220221 - Fax:0473221132


Ruhetag: Montag


E I N T R I T T S P R E I S E


Familienkarte: 12,00 Euro 

Erwachsene: 6,00 Euro

Gruppen, Senioren: 4,20 Euro

Schüler, Studierende und Lehrlinge
bis 27 Jahre, Soldaten: 3,00 Euro

Schulklassen: 1,50 Euro

Kinder bis 6 Jahre: frei

Zuschlag für Führungen: 2,00 Euro

Zuschlag bei Führungen für Schulklassen: 0,50 Euro

Änderungen vorbehalten.

Ein Besuch im Pflegezentrum für Vogelfauna Schloss Tirol lässt sich gut
gut verbinden.

Falknereri

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Erdpyramiden



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